Verschiedene Nahrungsmittel

 

 

Macroaufnahmen von verschiedenen Nahrungsmittel

 

Die meisten Macrophotos wurden im Massstab 30:1 bis 40:1 aufgenommen. Da die dazu verwendeten Objektive fixe Brennweiten haben, muss zum Scharfstellen entweder das Objekt oder die Kamera verschoben werden.

 
 

Der Tiefenschärfebereich liegt bei etwa 0.01mm. Soll nun ein Objekt über einen grösseren Bereich scharf fotografiert werden, muss mit dem sog. "Focus-Stacking" gearbeitet werden. Dabei wird der dem Objektiv am meisten entfernte Teil scharf gestellt und eine Photo gemacht, das Objekt dann um 0.1mm vom Objektiv weg verschoben, wieder eine Photo gemacht, u.s.w. In einem speziellen Programm weren dann dieser Einzelbilder übereinandergelegt und anhand der Schärfekonturen ein Gesamtbild errechnet.

 
 

Ein präzises Einstellen von Hand ist hier nicht mehr möglich. Darum habe ich einen "Macrotisch" gebaut. Er hat folgende Eigenschaften:

  • Das zu fotografierende Objekt wird, oft auf einem Träger fixiert, in einen symmetrisch spannenden Schraubstock eingespannt. Wichtig ist, dass das Ganze absolut stabil ist.
  • Die Kamera kann nur in der Höhe verstellt werden. Deshalb wird der Schraubstock in x-, y- und z-Achse bewegt. Ebenfalls einstellbar ist die Rotation um alle 3 Achsen.
  • Über einen speziellen Micrometer mit einem Anzeigebereich von 12mm, einer Spindelsteigung von 0,10 mm und einer Skalenteilung von 2 μm kann nun der ganze Tisch in der X-Achse sehr präzise verschoben werden.
  • Ein Schrittmotor dreht nun den Micrometer um den notwendigen Winkel und verschiebt so sehr präzise den Tisch und damit das Objekt.
 
 

Als Objektive verwende ich Nikon-Mikroskop-Objektive. Die benötigte Distanz zur Photoebene (je nach Objektiv 160 - 200mm)  wird über zusammenschraubbare Tubus erreicht. Die Canon 7D-Spiegelreflexkamera nimmt im Liveview-Mode auf, damit die Erschütterungen bei der Aufnahme durch das Hochklappen des Spiegels wegfallen.

Der ganze Macrotisch steht auf einer 5 cm Betonplatte, die auf 12 Squash-Bällen liegt, die ihrerseits in einem Quarzsandkasten schwimmend aufliegen. So werden möglichst wenig Erschütterungen von aussen auf Kamera und Objekt übertragen.

Zur Zeit bin im am Experimentieren mit der Lichtquelle. Die besten Aufnahmen gibt es mit Tageslicht-nachbildenden Lampen. Allerding sist die Lampenkonstruktion hier nicht so einfach.

 
     

 

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